Cinecity und Mitglieder des Vereins für Stadtmarketing bereiten Autokino vor

In den sozialen Medien machte es bereits die Runde und die Reaktion darauf war überwältigend. Auf Anregung der beiden Mitgliedsunternehmen Cinecity und Stegmaier Group soll demnächst in Crailsheim ein Autokino für etwas unterhaltsame Abwechslung sorgen. Das Vorhaben selbst ist eine gemeinsame Initiative des Vereins für Stadtmarketings.

Derzeit werden alle rechtlichen Voraussetzungen geprüft: „Wir wollen den potentiellen Besuchern ein professionelles Angebot machen“ sagt Kinobetreiber Tilman Wagner „und das benötigt auch einen gewissen Vorlauf.“ Zumal die Organisatoren auch einem gewissen Qualitätsanspruch verbinden fühlen.

„Die Erfahrungen aus anderen Städten, etwa in Heilbronn, zeigen, dass eine solche Veranstaltung hervorragend angenommen wird,“ freut sich Stadtmarketing-Vorstand Heribert Lohr.

Tilman Wagner ist überzeugt: „Wir schaffen so eine Möglichkeit, dass die Menschen in dieser schwierigen Zeit eine Gelegenheit finden, unbeschwert ihre Freizeit und etwas Kultur zu genießen.“

Derzeit arbeiten die Organisatoren an den letzten Details des Konzepts, das in Zeiten der Corona-Pandemie ein Höchstmaß an Sicherheit für die Besucher gewährleisten muss. Abstandsregeln, oder andere Hygienevorgaben sind selbstredend auch im Autokino Pflicht.

Ein solches Projekt in dieser Situation im Stadtgebiet umsetzen, ist keine ganz einfache Angelegenheit, da sich die örtlichen Gegebenheiten nur bedingt eignen. „Wir haben uns verschiedene Areale angesehen“ erläutert Tilman Wagner: „Aber mal war es aufgrund der Platzgröße nicht wirtschaftlich umzusetzen, das andere Mal wurden wir durch natürliche Hindernisse wie Bäume oder Sträucher eingeschränkt.“ Zudem ist es natürlich auch wichtig die Belastung etwa für Anwohner so gering wie möglich zu halten, so wird etwa der Ton nicht über große Lautsprecher sondern über die Musik-und Kommunikationsanlagen des jeweiligen Autos übertragen. Auch ist im aktuellen Konzept keine Spätvorstellung vorgesehen, um die Abendruhe nicht zu stören.

Das Projekt kommt auch deswegen zustande, weil sich weitere Firmen sich bereit erklärt haben, sich zusätzlich einzubringen. Du brauchst eine gute Leinwand, eine entsprechende Bühne, Security und vieles mehr“ sagt Tilman Wagner und betont: „Ein Ersatz für die wirtschaftlichen Einbußen im normalen Geschäft ist das nicht einmal ansatzweise.“ Um einen Teil der Kosten einzuspielen, braucht einen Flächenbedarf von rund 100 Fahrzeugen.

Welche Filme gezeigt werden sollen, wird noch nicht verraten. Auch Stadtmarketing Vorstand Heribert Lohr weiß noch keine Einzelheiten. Das CineCity kümmert sich um die entsprechenden Lizenzen. Sobald der Termin endgültig steht, wird alles weitere in der kommenden Woche bekannt gegeben. Angedacht ist dabei auch, weitere Veranstaltungen, wie etwa einen ökomenischen Gottesdienst einzubinden. (ibe)

2020-04-27T08:53:58+01:0024. 04 2020|